Folgen des BREXIT für Bremerhavener Polizei

Jetzt beginnen die laufenden Planungen des BREXIT (Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union). Sollten die Briten ohne Vertrag Abschied aus der EU nehmen, wird das erhebliche Auswirkungen haben, die sich auch in Bremerhaven auswirken werden.
Am 29.03.2019 nahm Grimsbys Chief-Constable Andrew MacConnell (Humberland Police) Kontakt mit Bremerhavens Direktor der Ortspolizeibehörde, Harry Götze, auf und erklärte, dass sein Department im Falle der Umsetzung des BREXIT fünf britische Polizei-Fahrzeuge an die EU zurückgeben muss. Die infrage stehenden Streifenwagen wurden erst im vergangenen Jahr im Rahmen eines EU-Verbundprojektes zu Kontrollzwecken der britischen Wirtschaftszone zusätzlich angeschafft. Da sich möglicherweise in Kürze Groß Britannien aus dem bestehenden Fischerei-Abkommen zurückzieht (Wegfall der 200-Meilen-Zone), müssen die Spezialfahrzeuge innerhalb von 6 Monaten zurückgegeben werden. Als mögliche Begünstigte steht Bremerhaven als Partnerstadt zur Diskussion.
Die Autos müssten für den deutschen Polizeieinsatz komplett umgerüstet und umlackiert werden. Der Leiter des Sachgebietes Verkehrsdienste, Hauptkommissar Mario Reichow, gibt zu bedenken: “Das größte Problem ist wohl, dass sich das Lenkrad auf der rechten Seite befindet. Die rechtsgelenkten Streifenwagen könnten wir aber vielleicht zur Begleitung von Schwertransporten einsetzen.“

Der Direktor der Ortspolizeibehörde, Harry Götze, weiß noch nicht, ob er nun lachen oder weinen soll…

Info: North East Lincolnshire / Grimsby liegt am Fluss Humber in Norden Englands. Es leben rund 91.000 Menschen in der Stadt. Die Städtepartnerschaft zwischen Grimsby und Bremerhaven wurde am 22. Februar 1963 geschlossen. Seither findet ein regelmäßiger Schüleraustausch statt, ebenso ist ein enger Kontakt zwischen den Feuerwehren und der Polizei entstanden.

 

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