Kombi als Umzugstransporter: Tisch auf dem Dach und ungesicherte Schränke im Heck

Wer einen Umzug plant, muss sich bekanntlich um vieles kümmern: An- und Abmeldung, helfende Hände organisieren, Kartons packen und so weiter. Auch an ein passendes Fahrzeug für den Transport von einer Wohnung zur anderen sollte man denken. Bestenfalls bietet es ausreichend Platz für die zu bewegenden Güter und ausreichend professionelle Möglichkeiten zum sicheren Verstauen und Verzurren von sperrigen Möbeln.

Das genaue Gegenteil davon präsentierte sich Bremerhavener Polizeibeamten am Dienstag dieser Woche auf der Rickmersstraße im Stadtteil Lehe. Dort trafen sie während der Streifenfahrt gegen 20.40 Uhr einen Mercedes an, der vom 34-jährigen Fahrer offenbar als Umzugslaster genutzt wurde. Auf dem Dach des Kombis war ein Tisch wenig fachgerecht mit sogenanntem „Flatterband“ befestigt. Aus dem vollständig geöffneten Kofferraum ragte deutlich über einen Meter nach hinten eine Arbeitsplatte samt Spüle heraus.

Weitere Küchenschränke wurden im Kofferraum und im Fond transportiert. Keiner dieser Gegenstände war gegen das Herausfallen aus dem Fahrzeug gesichert.

Die Polizeibeamten untersagten dem 34-Jährigen die Weiterfahrt und eröffneten ein Ordnungswidrigkeitenverfahren (80 Euro Bußgeld, 1 Punkt im Fahreignungsregister) ein.

Doch damit nicht genug: Im Anschluss erschien ein Bekannter des Fahrers, um die Möbel auf seinen Anhänger umzuladen und so den Umzug fortzuführen. Dieser Anhänger war den Beamten jedoch bereits bekannt und aufgrund erheblicher Mängel nicht mehr für die Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr geeignet. Die Polizei untersagte auch die Weiterfahrt mit dem Anhänger und stellte das Kennzeichen zur Unterbindung weiterer Fahrten sicher.

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