Eishockey-Clubs im Blick: Szenekundige Beamte der Polizei aus ganz Deutschland für Workshop in Bremerhaven zu Gast
Besuch aus zahlreichen anderen Bundesländern hatte die Polizei Bremerhaven in dieser Woche: In der Seestadt fand ein Workshop-Treffen der sogenannten Szenekundigen Beamten (SKB) statt, die für die Clubs der Deutschen Eishockeyliga (DEL) zuständig sind.
Szenekundige Beamte sind speziell ausgebildete Polizistinnen und Polizisten, die insbesondere im Umfeld von Sportveranstaltungen zum Einsatz kommen. Dies kann neben den oberen Fußballligen auch andere Sportarten wie eben Eishockey beinhalten. Ihr Hauptziel ist die Deeskalation und Gefahrenabwehr durch gezielte Beobachtung und Begleitung von Fangruppen.
Die SKB unterstützen die Polizeieinsatzleitung bei den Begegnungen und stehen in engem Kontakt mit den Vereinen. Sie halten außerdem Kontakt zu den Fanbeauftragten der Vereine und sind Ansprechpartner für Fans im Allgemeinen. Bei Auswärtsspielen begleiten die SKB der Gastmannschaft „ihre“ Fans zur Spielstätte des Gegners und tauschen sich vor Ort mit den dortigen SKB aus.
Daher ist es wichtig, dass sich die Beamten untereinander kennen, über relevante Themen sprechen und erfahren, welche Herausforderungen und Lösungen es in den anderen Vereinsstandorten gibt. Hierzu kamen von Montag bis Mittwoch, 18. bis 20. Mai, 30 Beamte aus fast allen 14 DEL-Standorten zum SKB-Workshop nach Bremerhaven. So waren zum Beispiel Polizeibeamte aus Berlin, München, Köln und Frankfurt zu Gast. Hinzu kamen Beamte aus Krefeld (Aufsteiger) und Rosenheim (DEL2).
Zum fachlichen Austausch stießen Vertreterinnen und Vertreter der Deutschen Eishockeyliga sowie der Staatsanwaltschaft Bremerhaven hinzu. Auch der Leiter der Schutzpolizei der Ortspolizeibehörde Bremerhaven nahm an dem Treffen teil.
Ein wichtiges Thema des Austauschs war die immer stärker werdende Überschneidung der Fanszenen von Fußball- und Eishockeyclubs und die hieraus entstehenden Herausforderungen für die Polizei. Weitere Gesprächsthemen des Workshops waren unter anderem Besucherzahlen, Straftaten im Zusammenhang mit Eishockeyspielen, die Handhabung von Stadionverboten, herausragende Begegnungen in der abgelaufenen Saison und ein Ausblick auf die Partien der nächsten Spielzeit.
Am Dienstag erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine ausführliche Tour durch die vergleichsweise kleine Bremerhavener Eisarena und deren Katakomben. Denn während beispielsweise die Kölner Haie ihre Spiele vor bis zu 18.700 Fans austragen, ist die Bremerhavener Halle mit knapp 4700 Plätzen nur einen Bruchteil so groß. Dementsprechend unterschiedlich sind auch die Abläufe an den Standorten für die Polizei, was für viele Gespräche sorgte.
Am Ende waren sich alle Beteiligten einig, dass der Erfahrungs- und Wissensaustausch sowie das persönliche Kennenlernen sehr wichtig sind und man dadurch eine länderübergreifend konstruktive und wirkungsvolle Zusammenarbeit erzielen kann.

