Mit Tempo 113 über die Grimsbystraße gerast: Polizei ermittelt bei Geschwindigkeitskontrollen teils erschreckend hohe Werte

Erhebliche Geschwindigkeitsübertretungen haben Polizeibeamte bei Kontrollen im Bremerhavener Stadtgebiet Ende vergangener Woche festgestellt.

Die Kräfte der Abteilung Verkehrsdienste der Polizei Bremerhaven kontrollierten am Donnerstag, 21. Mai, nachmittags mit dem Lasermessgerät die Geschwindigkeit des Fließverkehrs an der Rheinstraße in Geestemünde. Hier fuhr ein 55-Jähriger mit Tempo 81 in die Kontrollstelle. Am selben Tag rasten abends ein 20-Jähriger mit 96 km/h sowie ein 26-Jähriger mit 88 km/h durch eine weitere Kontrollstelle an der Georgstraße.

Besonders herausragend war der Geschwindigkeitsverstoß eines 19-Jährigen am Freitag, 22. Mai, nachmittags auf der Grimsbystraße: Bei erlaubten Tempo 50 war der junge Mann mit 113 km/h gemessen worden. Hinzu kommt, dass der 19-Jährige seinen Führerschein nach einem Fahrverbot nebst Aufbauseminar gerade erst zurückerhalten hatte. Nunmehr dürfte es umso länger dauern, bis er wieder hinters Steuer darf. Ebenfalls zu schnell waren dort ein 38-Jähriger Autofahrer mit 95 km/h und der 45-jährige Fahrer eines Schwerlasttransporters mit 72 km/h.

Am Freitagabend kam das Lasermessgerät an der Langener Landstraße zum Einsatz. Ein 26-Jähriger fuhr statt der erlaubten 50 ganze 80 km/h. Ein weiterer Autofahrer, der mit 67 km/h gemessen wurde, entzog sich der Kontrolle und versuchte zu flüchten. Die Beamten stellten ihn kurze Zeit später und fanden heraus: Der 37-Jährige hatte keine gültige Fahrerlaubnis und war offenbar alkoholisiert. Eine Blutprobe wurde fällig.

Insgesamt kamen während der Kontrollen sechs Fahrverbote und 20 Verkehrsverstöße im Bereich von Punkten im Fahreignungsregister zusammen. Darüber hinaus registrierten die Polizeibeamten zwei Handyverstöße, einen Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz, eine unsachgemäße Ladungssicherung und fertigten diverse Mängelkarten.

 

Dazu die Warnung der Polizei: Überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit ist eine der häufigsten Verkehrsunfallursachen in Deutschland.

Wenige Stundenkilometer können dabei über Leben und Tod entscheiden.

Die Gefahren, die von überhöhter Fahrgeschwindigkeit ausgehen, werden oft unterschätzt. Schon geringe Überschreitungen können erhebliche Folgen haben:

Werden zum Beispiel Fußgänger von einem 50 km/h schnellen Pkw angefahren, überleben diese Kollision - statistisch gesehen - acht von zehn Fußgängern. Schon bei 65 km/h kehrt sich dieser Wert um. Werden Fußgänger von einem Pkw mit dieser Fahrgeschwindigkeit erfasst, sterben wahrscheinlich acht von zehn Fußgängern!

Mehr dazu erfahren Sie unter anderem auf https://www.polizei.bremerhaven.de/geschwindigkeit.html

Die Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmenden, sich stets an geltende Tempolimits zu halten und für die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs und der Insassen zu sorgen. Sowohl bei Schwerpunktkontrollen als auch während des täglichen Streifendienstes gilt das Augenmerk der Beamten der Sicherheit im Straßenverkehr.

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