Polizei befreit Hund aus lebensgefährlicher Situation

Aus einer mutmaßlich lebensgefährlichen Situation haben Bremerhavener Polizeibeamte einen kleinen Hund befreit. Am Sonntag, 30. August, meldeten gegen 17 Uhr aufmerksame Passanten der Leitstelle der Polizei, dass sich seit längerer Zeit ein Hund in einem verschlossenen Auto an der Keilstraße im Stadtteil Mitte befinde. Das Tier hechele stark und es gebe keine Anzeichen darauf, dass sich die Situation zeitnah verbessere.

Der Eindruck der Passanten bestätigte sich beim Eintreffen der Polizisten: Der Hund wirkte deutlich überhitzt. Er hatte kein Trinkwasser, die Klimaanlage war ausgeschaltet. Der schwarze Wagen mit dem eingesperrten Vierbeiner stand komplett verschlossen in der prallen Sonne, sodass laut allgemeiner Hitzeskalen im Innenraum hohe Temperaturen von mehr als 40 Grad geherrscht haben dürften. Ein Versuch, den Halter des Fahrzeugs zu erreichen, schlug fehl. Während die Beamten die Maßnahmen vor Ort koordinierten, verschlechterte sich der Zustand des Hundes derart, dass sie zur unmittelbaren Rettung des Tierlebens eine Seitenscheibe des Pkw einschlugen und die Tür öffneten. Anschließend versorgten sie den erschöpften Terrier, stellten die Wertgegenstände aus dem Fahrzeug sicher und verschlossen die Scheibe gegen Witterungseinflüsse. Den Hund brachten die Beamten ins Tierheim.

Später meldete sich der 58 Jahre alte Fahrzeughalter beim Polizeirevier und äußerte Unverständnis hinsichtlich der getroffenen Maßnahmen. Die Beamten fertigten eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

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