Achtung, "falsche Polizeibeamte" am Telefon

Darin besteht die Gefahr:

Das Telefon klingelt, auf dem Display steht „110“, und es meldet sich jemand, der perfekt Deutsch spricht und sagt, er sei von der Polizei. Wieso sollte man da misstrauisch werden?

Es ist genau diese Kombination von vermeintlich seriösen Umständen, die Betrüger bei der Masche „Falscher Polizeibeamter“ ausnutzen. Lassen Sie es nicht so weit kommen. Informieren Sie zudem ältere Verwandte, Nachbarn und Freunde über die Gefahren und geben Sie Tipps, um sich zu schützen. Informationen gibt es unter www.polizei-beratung.de

So gehen die Täterinnen und Täter vor:

Die Herangehensweise der Täter ist bei dieser Art des Telefonbetrugs immer ähnlich: Die Anrufer geben sich als Polizeibeamte aus und erzählen den zumeist älteren Menschen daraufhin eine glaubhafte Geschichte. Eine Variante wäre, dass die Polizei jüngst bei Kriminellen eine Liste mit Namen gefunden habe, auf der sich auch der Name des Angerufenen befinde. Dann fragt der Anrufer nach Wertgegenständen oder Bargeld und weist die Senioren an, alles zu Hause zusammenzutragen.

Auch werden die Angerufenen aufgefordert, Gelder, Schmuck und Gold bei ihren Geldinstituten abzuholen und nach Hause zu verbringen, weil unter den Bankangestellten angeblich kriminelle Mitarbeiter eingebunden seien und das Geld und die Wertgegenstände dort nicht sicher seien.

Später werde dann jemand kommen und das Geld und die Wertgegenstände zur sicheren Verwahrung abholen. Bisweilen werden die Angerufenen auch angewiesen, ihre Wertsachen in einem vereinbarten Versteck zu deponieren. Die Täter verstehen es während der Anrufe, geschickt das Gespräch aufrecht zu erhalten und zu verhindern, dass die Senioren Hilfe hinzuziehen.

Irritierend für die Angerufenen kann es wirken, dass des Öfteren die Nummer „110“ (ggf. auch als Endnummer) auf dem Telefon angezeigt wird, um vorzutäuschen, dass die Polizei am Apparat ist. Dies ist jedoch ein technischer Trick.

Wie die Masche exemplarisch abläuft, ist in einem Video der Polizei Reutlingen zu sehen: https://www.facebook.com/PolizeiReutlingen/videos/285572241942235/

Das sind Tipps der Polizei:

Da es dennoch immer wieder zu Fällen kommt, in denen die Täter mit der Masche "falscher Polizeibeamter" erhebliche Beute machen, gibt die Polizei folgende Tipps:

  • Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten.
  • Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotruf-Nummer 110 an. Das tun nur Betrüger.
  • Sind Sie sich bei Anrufen unsicher, wählen Sie die Nummer 110.

  • Benutzen Sie dabei nicht die Rückruftaste, da Sie möglicherweise wieder mit den Betrügern verbunden werden. Wählen Sie die Nummer nach dem Auflegen selber.

  • Sie können sich auch an Ihr örtliches Polizeirevier wenden. Erzählen Sie den Beamten von den Anrufen.

  • Halten Sie die Nummer Ihrer örtlichen Polizeibehörde sowie die Notrufnummer 110 stets griffbereit am Telefon haben, damit Sie sie im Zweifelsfall selber wählen können.
  • Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
    Die Polizei wird Sie danach auch nicht fragen!
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Geben Sie Betrügern keine Chance und legen Sie einfach den Hörer auf. Nur so werden Sie Betrüger los. Das ist auch nicht unhöflich.

Auflegen sollten Sie, wenn...

  • Sie nicht sicher sind, wer anruft.

  • Sie der Anrufer nach persönlichen Daten und Ihren finanziellen Verhältnissen fragt, z.B. ob Sie Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände im Haus haben.

  • Sie der Anrufer auffordert, Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände herauszugeben, bzw. Geld zu überweisen, insbesondere ins Ausland.

  • Sie der Anrufer unter Druck setzt.

  • Sie der Anrufer Sie dazu auffordert, zu Fremden Kontakt aufzunehmen, z.B. zu einem Boten, der Ihr Geld und Ihre Wertsachen mitnehmen soll.

  • Sie angehalten werden Bargeld oder Werte an einem Ort verborgen oder getarnt zu deponieren.
  • Informieren Sie ältere Angehörige oder Nachbarn über derartige Betrugsmethoden. Im Zweifelsfall wählen Sie immer die Polizeinotrufnummer 110. Weitere Informationen finden Sie unter www.polizei-beratung.de

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